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Linz/Guben  |  10.02.2015  |  05:00 Uhr

Tote werden (fast) unsterblich: "Körperwelten" erstmals in Linz

von Petra Grond

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Die Eiskunstläufer: Vor allem in sportlichen Posen zeigen die Ganzkörperplastinate den Einsatz von Muskeln oder Nerven. − Fotos: Grond

Die Eiskunstläufer: Vor allem in sportlichen Posen zeigen die Ganzkörperplastinate den Einsatz von Muskeln oder Nerven. − Fotos: Grond

Die Eiskunstläufer: Vor allem in sportlichen Posen zeigen die Ganzkörperplastinate den Einsatz von Muskeln oder Nerven. − Fotos: Grond


Ein bisschen Grusel, eine Portion Neugier, ein Quantum Empörung und ein Stück weit medizinisches Interesse – es ist eine Mischung ganz unterschiedlicher Gefühle, mit denen sich die Besucher der Ausstellung "Körperwelten" des Heidelberger Plastinators Gunther von Hagens nähern. Wenn sie herauskommen, überwiegt meist die Ehrfurcht vor dem Wunderwerk des Körpers.

Entstehungsort der Exponate ist Guben, ganz im Osten der Republik an der deutsch-polnischen Grenze, zwei Zugstunden entfernt von Berlin. Auf einem 30.000 Quadratmeter großen Areal ist seit 2006 in einer ehemaligen Tuch- und Hutfabrik von Hagens' Plastinarium daheim: Forschungslabor, Lernstation, Anatomie, Ausstellungsraum, Film- und Fotostudio, Verpackungsstation – alles findet Raum in den roten Backsteingebäuden. 74 Mitarbeiter arbeiten hier an der Herstellung der Präparate. 15 von ihnen sind allein mit der Vorbereitung und Instandhaltung der Exponate für die mittlerweile neun verschiedenen "Körperwelten"-Ausstellungen beschäftigt, darunter eine Tierschau.

Jeder zehnte Spender kommt aus Bayern

Heute verfügt das Institut für Plastination, das seinen Verwaltungssitz in Heidelberg hat, über das größte Körperspendeprogramm seiner Art. Seit der Gründung 1982 wurden über 15000 Körperspenden registriert. Sie wurden freiwillig und zu Lebzeiten von den Spendern verfügt. Ein Zehntel dieser Menschen ist mittlerweile gestorben. Aus Deutschland meldeten sich bislang 5800 Männer und 6608 Frauen (gesamt: 12408; Stand Juli 2014) zur Plastination an. Jeder zehnte (1216) kommt aus Bayern: 575 Männer und 641 Frauen. Ihre Beweggründe sind ganz unterschiedlich: Die meisten denken, mit ihrer Körperspende einem guten Zweck zu dienen. "Wir haben uns von der Vorstellung leiten lassen, dass wir beide auch nach unserem Ableben mit unseren Körpern sinnvoll verfahren können", sagte etwa der Satiriker Harald Sattler aus Hötzenham (Lkr. Passau). Er starb 2014. Wie seine Frau Tina († 2007) überließ auch er seinen Körper von Hagens, "aber nicht für die Körperwelten".

Weitere Bilder von der Schau, die 2014 in München zu sehen war, finden Sie auf RegioEvent.de. Die Öffnungszeiten der Schau in Linz finden Sie in unserem Eventkalender. Tickets gibt's bei den PNP-Geschäftsstellen.


Mehr zum Thema lesen Sie in Ihrer Heimatzeitung vom 10. Februar 2015 (Online-Kiosk) oder als registrierter Abonnent hier.

- Wo die Toten (fast) unsterblich werden
- Gunther von Hagens - ein Leben gegen den Strom
- Wussten Sie eigentlich, dass...
- "Eine Herzenssache" in Linz








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